Nach den spektakulären schnell ausverkauften „Drei Atemzüge“ – Shows im Mai 2025 setzt der Hamburger Künstler FRISO mit seiner neuen „Luft zum Atmen“ – Tour noch einen drauf. Ab November 2025 führt ihn die Tour durch zehn Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vorher hatten wir die Gelegenheit, uns mit ihm über die Höhen und Tiefen auszutauschen, die die Entstehung der gleichnamigen EP mit sich brachte.
Du gehst im November auf Tour mit „Luft zum Atmen“. Wie fühlt sich das an?
Aufregend, voller Vorfreude und auch ein wenig beängstigend. Man weiß bis zum Tag der ersten Show nicht, ob alles so aussieht und funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat. Zwar kann man die Show und das Bühnenbild im Voraus planen, aber die Reaktion des Publikums ist unvorhersehbar und entscheidet am Ende darüber, ob die Show gut wird.
Wenn du an die ersten Proben oder Gespräche zur Tour denkst, gab es einen Moment, der dir besonders hängen geblieben ist?
Zur kommenden Tour kann ich noch nicht so viel sagen, aber bei den vergangenen Shows ist mir aus der Vorbereitung hängen geblieben, dass ich sehr beruhigt war, als ich das erste Mal das Live-Projekt geöffnet habe. So konnte ich erstmals richtig proben.
Der Titel „Luft zum Atmen“ wirkt offen, aber auch sehr nahbar. Was bedeutet er für dich persönlich?
In erster Linie verbinde ich damit viel Arbeit und Stolz. Der Titel beschreibt einen ganzen Lebensabschnitt, an den ich mich wahrscheinlich noch viele, viele Jahre erinnern werde. Ich durfte meine erste Vinyl pressen, erste Shows spielen, Musik kreieren, wie ich sie gerne mag, und vieles mehr.
Live zu spielen bedeutet ja oft, dass Musik noch mal eine ganz andere Tiefe bekommt. Gibt es einen Song, den du besonders gerne live spielst?
Schwer zu sagen. Früher war „Geek“ der Song, mit dem ich auf die Bühne gegangen bin. Der Mix aus Aufregung, Adrenalin und völliger Konzentration ist ein Gefühl, das schwer in Worte zu fassen ist. Die ersten Töne und die erste Begegnung mit dem Publikum sind ausschlaggebend für die ersten 10 bis 20 Minuten der Show. Wenn du das meisterst, weißt du: Heute wird es gut!
Ansonsten macht mir vor allem der Song „Alles“ Spaß. Das ist einer meiner persönlichen Lieblingssongs von mir und überraschenderweise ist das ein Song, der live so viel mehr Aufmerksamkeit erhält als auf den Streaming-Plattformen. Das macht ihn noch mal besonderer.
Tour-Alltag kann ganz schön fordernd sein. Was hilft dir dabei, zwischendurch kurz durchzuatmen und bei dir selbst zu bleiben?
Ich kann vor einem Auftritt nicht still sitzen. Ab zwei Stunden vor Showbeginn sieht man mich nur noch herumlaufen und hektisch agieren. Meinen „Sweet Spot“ habe ich noch nicht ganz gefunden. Sobald allerdings das Intro ertönt und ich weiß, dass wenigstens der erste Song technisch nicht mehr schiefgehen kann, lasse ich mich fallen und konzentriere mich ganz auf die ersten Töne.
Hast du Rituale vor deinen Auftritten?
Meistens stoßen das Team und ich kurz an und sagen uns „komt wel goed“. Ein niederländisches Sprichwort, das so viel heißt wie „Das wird schon“ bzw. „Alles wird gut“. Ansonsten gehe ich für mich die ersten Verse des ersten Songs durch und wenn die Zeit noch reicht und ich es nicht vergesse, werden auch mal Liegestütze gemacht.
Und für alle, die noch überlegen, ein Ticket zu holen: Was erwartet uns auf der „Luft zum Atmen“ – Tour in drei Worten?
Das volle Programm!
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