Survival auf einem Festival

Du sitzt schon 12 Stunden im Zug oder den halben Tag im Auto und bist unterwegs in deine persönliche Wochenend-Anarchie. Natürlich mit bester Laune, einem Bier, falls du nicht am Steuer sitzt, und jeder Menge Fachsimpelei über deine Lieblings-Acts. Bis zu diesem einen Moment. Diesem einen Moment, in dem dir klar wird, dein Rucksack steht noch Zuhause, am Gleis oder gerade in Flammen, weil du den Kocher vorm Einpacken nicht abgedreht hast. Und jetzt? Zum Umkehren ist es zu spät und außerdem hast du wahrscheinlich eh keine zweite Festival-Ausrüstung. Dann halt mal Festival ohne Gepäck, nur mit Ticket, das du hoffentlich einfach in der Hosentasche hattest. Damit das klappt, haben wir hier ein paar Festival-Survival-Tipps für dich:

Kleidung hast du glücklicherweise am Körper, hoffen wir zumindest. Aber falls dir da etwas fehlt oder nicht für alle Tage ausreicht, hier die Rettung: Müllsäcke! Bekommst du bereits am Eingang des Festivals in die Hand gedrückt und sind super funktional. Gummistiefel, Regenjacke, Rock, Shirt, MC Hammer Pumphose  lässt sich alles passend zum Wetter daraus basteln. Wenn dir dazu die Inspiration fehlt, einfach kurz an die Outfits von Deichkind denken.

Die Sache mit dem Schlafplatz ist schon etwas komplizierter. Trotzdem haben wir auch da ein paar Festival-Hacks für dich: Die entspannteste Option ist natürlich, du hast deine Crew dabei, die dich mit perfekter Packliste retten kann. Falls die aber auch noch am Gleis steht oder du sie Zuhause vergessen hast, zählt jetzt Kreativität und Kontaktfreudigkeit. Du könntest dir zwar ein Zelt basteln, aber wie das funktionieren soll, übersteigt leider unsere Vorstellungskraft. Also weiter zu Option 2: Entweder du lernst coole Leute kennen und gehst die Nächte einfach mit ihnen durchtanzen oder du lernst coole Leute kennen und versuchst, bei ihnen zu pennen. Ob direkt mit im Schlafsack oder eingerollt im Vorzelt überlassen wir mal deiner Phantasie beziehunsgweise deinem Charme. 

„Kind, du trinkst und isst zu wenig.“ Diesen Satz kennen wohl alle von Omma. Essen und Getränke kaufen ist allerdings nicht drin, immerhin hast du so viel Geld, wie jemand, der kein Geld hat. Ohne Wasser, Drinks und Futter überstehst du das Festival-Wochenende jedoch nicht. Also musst du auf Streifzug gehen. Kostenlose Wasserstellen gibt es auf jedem Festival, das war der easy Part. Bei Drinks und Essen musst du jetzt etwas auf den Teamgeist der anderen Festivaler vertrauen. Die laden dich bestimmt gerne mal ein oder lassen dich probieren. Vor allem dann, wenn ihr vielleicht Shirts der selben Band tragt. Ansonsten hilft die Frage: „Schmeckt das?“, die ein Freund von mir immer gerne zum Abgreifen von Probierhäppchen oder ganzen Portionen einsetzt. Und jetzt haben wir noch den besten der Last-Minute-Hacks für dich, wie du noch schnell ein Bier ergatterst, bevor du weiter zur Stage musst. Schau dich auf dem Gelände um, da spielt garantiert jemand Flunkyball und drückt dir ein Bier in die Hand, wenn du das eine unvollständige Team ergänzt.

Survival Trinken bei einem Festival

Wenn du mal nicht weiter weißt, denk einfach an diesen ultimativen, obergenialen, durch nichts zu übertreffenden Festival-Survival-Guide. Oder an dein Gepäck, dann kannst du dir das sparen. Und jetzt weiter viel Spaß bei deinem Festival-Sommer. Denn egal was passiert, Tanzen, Musik und Spaß ist das Einzige, was zählt!